Thema: Comic Review zu Transformers Robots in Disguise Heft 20 [Spoiler Gefahr]

Forum: Celice

Autor Celice


Celice - 11/8/2013 um 18:28


Celice - 11/8/2013 um 18:28

Vorwort: Mit Heft 20 beginnt für Robots in Disguise die zweite Hälfte von Dark Cybertron Prelude. Die Story trägt den Titel Three Monologues und diesmal geht es um Starscream, der, wie man dem kürzlich erschienenen Cover zu Dark Cybertron entnehmen kann, wohl eine der Schlüsselfiguren der Reihe sein wird. Wird Starscream, nun da er Herrscher von Iacon ist, das schaffen, was vor ihm nur Nova Prime schaffte? Geschrieben wurde das Heft von John Barber, gezeichnet und getuscht von Andrew Griffith, coloriert von Priscilla Tramontano, für die Texte im Heft war Shawn Lee verantwortlich und als Editor diente Carlos Guzman.

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Story: Das Heft begint mit Starscream, der eine Unterhaltung mit Metalhawks Leiche führt. Er entschuldigt sich bei diesem, dass er ihn getötet hat, wo Metalhawk einer von Starscreams wenigen wirklich Freunden ist. Doch sah Starscream, das Metalhawk genauso wie Bumblebee als Anführer ungeeignet wäre, da auch dieser keine schweren Entscheidungen hätte fällen können. Er dankt ihm dafür, dass er für ihn da war, als alle gegen ihn waren und dafür, dass Metalhawk es ihm ermöglicht hat, die Kontrolle über Cybertron zu erlangen.

Szenenwechsel und Starscream befindet sich in Blurrs Bar, welche heftig von der vergangenen Schlacht mitgenommen wurde. Blurr ist grade dabei sauber zu machen, als Starscream ihm erklärt, dass die Bar der eine Ort in Iacon war, an den alle Transformer gehen konnte, unabhängig ihrer politischen Ansichten und ähnlichem. Starscream plant die Bar zu einem Ort zu machen, der die Führung mit dem gewöhnlichen Cybertroner verbindet. Blurr lacht Starscream aus, bis der Strom in der Stadt ausfällt. Blurr erklärt ihm, er solle erstmal die aktuellen Probleme, die Verwüstung der Stadt und alles was damit zusammenhängt, angehen, bevor er über sowas nachdenkt. So würde er auch die Leute auf seine Seite kriegen, denn trotz der Ereignisse von Heft 16 und 18 scheinen diese nicht geschlossen hinter ihm zu stehen und ihn noch nichtmal als neuen Anführer anerkennen, sondern ihn einfach nur als die besser Alternative zum Krieg der Autobots und Decepticons ansehen. Da Blurr in der Unterhaltung die Tatsache erwähnte, dass Starscream nun keine Seeker mehr unter sich hätte, begibt sich Starscream zum improvisierten Krankenhaus. Dort ist bereits Circuit, der darüber berichtet, wie Scoop und seine Construction Patrol geschworen haben, Iacon wieder aufzubauen. Er berichtet weiterhin über die verzweifelte Arbeit der Ärzte, die Verwundeten unter diesen schlechten Bedingungen am Leben zu erhalten und wie wichtig die Wiederherstellung des Stroms für diese Arbeit wäre. Starscream wird von Flatline darüber informiert, dass sein neuer Körper noch nicht fertig seie und er morgen wieder kommen soll. Starscream sagt ihm jedoch, dass er nicht deswegen gekommen ist, sondern um den letzten Seeker zu treffen.  Er geht rüber zu Dirges Liege, der alles andere als begeistert ist, Starscream zu sehen. Dieser versucht Dirges Loyalität zu bekommen, stößt aber auf unbrechbaren Widerstand. Um Starscreams Versuche, an Dirges Identität als Seeker zu appelieren, zu unterbinden, schlägt dieser Starscream ins Gesicht. Dieser packt Dirge und drückt ihn gegen die Wand, erklärt ihm, dass er tausend Wege kennen würde, Dirge zu töten. Dirge kontert, dass Starscream nun der Anführer seie, weswegen immer die Aufmerksamkeit der Öffentlichkeit auf ihm liegt. Um Dirges Aussage zu unterstreichen, taucht auch schon Circuit auf und fragt Starscream, ob er grade wirklich einen verwundetend Kriegshelden angreift. Starscream kann sich grade noch rausreden und verliert Circuits Interesse, als in ihrer Unterhaltung der Strom wieder anspringt. Scoop und sein Team haben es geschafft, den Strom wieder zum laufen zu bringen. Laut Scoop wären nur ein paar Leitungen durchgebrannt, weil das Stromnetz überlastet wurde. Vor Starscream taucht ein Transformer in der Gestalt einer z'vereinischen Mulratte auf. Dieser erklärt, dass er diese Gestalt habe, weil er solange auf Z'verein gegen die Decepticons gekämpft hätte. Er stellt sich als Rattrap vor und erklärt Starscream, dass er Scoop nicht traut. Dieser war laut Rattrap schon immer neidisch auf Leute in besser Position als er. Um seine Aussage zu unmauern, zeigt er Starscream ein Teil aus dem Stromnetz, an dem sich ein Saboteur zu schaffen gemacht hat. Als Starscream ihn fragt, warum er ihm hilft antwortet Rattrap, das er sich daraus Vorteile erhoft und Starscreams Hilfe, wenn er diese einmal braucht.

Starscream begibt sich in Megatrons Zelle, der immer noch regungslos in dem Kraftfeld eingesperrt ist, das Wheeljack zuvor in seinem Spark versteckt hatte. Er erklärt Megatron, dass er nun das geschafft hätte, was Megatron nie gelungen ist. Dafür musste er niemanden unterwerfen oder seine Prinzipien verraten. Alles was er tun musste war Megatron schlagen. Starscream plant ein wahres Goldenes Zeitalter zu bringen. Nicht das korrupte der Primes und auch nicht das, das sich Megatron ausgemalt hat.

Aus der nächsten Seite fliegt Starscream durch den Himmel von Iacon. Er landet in der Nähe von Rattrap, der ihn darüber aufklärt, dass Scoop grade die Kommunikationsanlage repariert. Er deutet auf Scoops Werkzeugkoffer, den er immer zu mit sich trägt und erklärt Starscream, das wenn Scoop der Saboteur ist, sich in dem Werkzeugkoffer beweise dafür befinden. Starscream stimmt zu und geht auf Scoop zu und beginnt eine Unterhaltung. Scoop erklärt, dass es eine Ehre ist Starscream, der vom Titanen persönlich erwählt wurde, zu begegnen und das er und sein Team ihre Arbeit mit diesem Eifer erledigen, da sie nun einem religiösen Führer folgen, dem sie glauben können. Starscream ist überrascht, dass es Leute gibt, die ihm aus religiöser Überzeugung folgen, spielt aber mit. Er beendet seine Unterhaltung mit Scoop und geht zurück zu Rattrap, um desen Hilfe einzufordern und über desen Bezahlung zu verhandeln. Bevor sie jedoch sehr weit in ihrer Unterhaltung kommen, wir Starscream von Circuit unterbrochen, der möchte, dass dieser einen Kommentar zu Scoops heldenhaften Einsatz abgibt. Er befragt Starscream auch zu den Teilen der Bevölkerung, die Starscream noch nicht als Anführer akzeptieren. Nach einem kurzen Austausch steigt Scoop von der Kommunikationsanlage herab und zieht die Aufmerksamkeit der Menge auf sich. In dem Moment wird er von Rattrap angrempelt, woraufhin Scoop seinen Werkzeugkasten verliert. Starscream sammelt diesen auf und entdeckt dabei eine Dose mit Phosphex, welches zuvor benutzt wurde um das Stromnetzwerk zu sabortieren. Der somit überführte Scoop wird abgeführt und in Verwahrung genommen, bis ein Gericht vorbereitet werden kann.
Rattrap schleicht sich in das, was Starscreams Quartier zu sein scheint, da dieser ihn zu einer Unterhaltung eingeladen hat. Starscream offenbart Rattrap, dass er weiß, dass Rattrap die Sabotage erfunden hat und den Beweis in Scoops Werkzeugkasten geschmuggelt hat. Aber anstatt ihn zu bestrafen oder ähnliches, bietet Starscream ihm einen Regierungsposten an.

Starscream bemerkt den frühen Sonnenaufgang und spricht mit einer Person, die nicht zu sehen ist. Er redet davon wie schwer die Bürde des Anführers ist und wie er versagt hat, als er vor Jahren das Kommando über die Decepticons übernahm. Er bemerkt, dass er nun in der selben Situation ist, in der auch zuvor Bumblebee ist. Er dreht sich um zu einem CR Tank, mit dem er auch schon die ganze Zeit gesprochen hat. Er fragt die Person in dem Tank, was sie wohl tun würde, sobald ihre Regeneration abgeschlossen ist. Er sagt der Person, das er diese braucht und offenbart dem Leser ihre Identität. Es ist Wheeljack. Starscream braucht Wheeljack. Er sieht ihn als Freund und sein Verstand wäre für die Stadt essentiel. Starscream wünscht Wheeljack eine schnelle Genesung und die Geschichte endet.

Offensichtlich konzentriert sich das Heft auf Starscream und desen Innenleben. Anders aber als in den vergangenen Heften, wird Starscreams Innenwelt nicht durch geistige Monologe ausgedrückt, sondern durch tatsächlich laut ausgesprochene Dialoge. Wobei diese eigentlich auch Monologe sind, da seine Gesprächspartner tot, paralisiert oder bewusstlos sind und somit nicht antworten können und es außerdem äußerst fraglich ist, inwiefern sie seinen Worten überhaupt lauschen können. Starscream ist meiner Meinung nach einer der interessantesten Charaktere von Robots in Disguise. Hat er am Anfang der Reihe doch in einem Monolog klar gemacht, das es keine wirkliche Änderung in seinem Charakter gab und er immer noch der verräterische und machthungrige Starscream ist, den wir kennen, wandelte er sich scheinbar immer mehr zum guten und es kam sogar soweit, das er mehrerer der anderen Charaktere, darunter auch einige Autobots, tatsächlich überzeugen konnte, dass er keine Hintergedanken und niedere Motive hat. Letztlich hat er dann jedoch in Heft 16 allen Lesern, die er eventuell ebenfalls überzeugt hat, dass sein Charakterwandel echt ist, gezeigt wie sehr sie sich irrten und er immer noch der Alte ist. Ursprünglich nicht als Hauptfigur geplant, drehten sich bereits mehrere Hefte fast ausschließlich um seine Machenschaften, aber dieses Heft stellt wohl den Höhepunkt da, da es absolut keine Nebengeschichte im klassischen Sinne enthält. Das Heft gliedert sich in die drei Monologe am Anfang, in der Mitte und am Ende des Heftes. Dazwischen findet eben die Geschichte rund um Scoop und Rattrap statt. Das Heft spielt zeitgleich mit Heft 18 und der verfrühte Sonnenaufgang, den Starscream auf der vorletzten Seite begutachtet, ist wahrscheinlich dasselbe Phenomen, dass die Autobots am Ende von Heft 18 sehen. Mir gefällt es sehr, wie die Dark Cybertron Prelude Reihe aufgebaut ist, das die Hefte mehr oder weniger Zeitgleicht, voreinander und nacheinander spielen unabhängig von ihrer Nummer. Zumindest für IDWs Transformercomics unüblich ist, dass jeder Charakter, bzw Gruppe, einzelnd Heft für Heft abgearbeitet wird, anstatt die 6 Hefte einfach über ihre Gesamtheit die Geschichten vermischt zu erzählen, wie es z.B. mit den tausend verschiedenen Plotlines in Regeneration One passiert. Ich finde diese Entscheidung jedoch ganz gut. Dieses Heft gefiel mir eigentlich auch sehr gut. Es hat jedoch einen recht starken Filler Charakter und war auch nicht grade das spannenste Heft, da Action eigentlich komplett fehlte. Aber auch solche Hefte muss es geben, weil Action ohne Hintergrund nun auch nicht das wahre ist. Was mich wohl überrascht hat ist, dass Wheeljack noch lebt. Nach den ganzen Beleidsbekundigungen der letzten Hefte, habe ich tatsächlich gedacht, Wheeljack wäre wirklich gestorben. Aber wenn ich mir so angucke, dass Red Alert in der Schwesternreihe More Than Meets the Eye eine ähnliche Verletzungen ebenfalls überlebt hat, hätte ich es eigentlich besser wissen müssen. Weiterhin hat dieses Heft geklärt, was aus Megatron wurde, auch wenn man sich dies eigentlich schon denken konnte. Insgesamt eine recht angenehme Geschichte.

Zeichnungen: Diesmal war es wieder Andrew Griffith, der das Heft gezeichnet hat. Nachdem wir also in den letzten beiden Heften Neulinge hatten, haben wir diesmal wieder den "Hauptzeichner" von Robots in Disguise, der alle Hefte der Reihe gezeichnet hat, mit Ausnahme von Heft 6,7,10,11 und 17-19. Die Zeichnungen sind im großen und ganzen sehr gut gelungen und es ist halt der typische Mix aus Fall of Cybertron und Generation 1, den wir schon aus Robots in Disguise kennen.
Besonders gelungen ist das neue Rattrap Design:
http://s21.postimg.cc/4t7hqu85f/Rattrap_1.jpghttp://s21.postimg.cc/ep8kqhdxf/Rattrap_2.pnghttp://s21.postimg.cc/ol9nq4jpf/Rattrap_3.png

Die ersten beiden Dialoge beginnen mehr sehr großen Darstellungen der beiden Gesprächspartner von Starscream. Diese Bilder sind sehr schön anzusehen und was mir besonders gefällt, ist Megatrons neuer Körper, den er zwar schon seit Heft 14 hat, den wir aber seit Heft 16 nicht mehr gesehen haben. Der Misch aus dem ursprünglichen cybertronischen Design, das IDW in Megatron Origin vorstellte, und den Einflüssen aus Megatrons Erdgestalt, gefällt mir sehr gut.

http://s12.postimg.cc/bjn0fr9q1/Megatron.jpg

Zuletzt haben wir noch auf der letzten Seite diesen schönen Wheeljack:

http://s24.postimg.cc/6za5l0zgx/Wheeljack.jpg

Ich finde es sehr schön, dass bis jetzt jeder Dark Cybertron Prelude Teil einen anderen Zeichner hatte. Das betonte nochmal, das jedes Heft einen anderen Aspekt, eine andere Perspektive, der selben Geschichte erzählt. Ich bin sehr gespannt, wer Dark Cybertron zeichnen wird. Am wahrscheinlichsten hierfür halte ich Griffith, Milne und Ramondelli.

Schlusswort: Insgesamt war es nicht das beste Heft der Reihe, aber auch alles andere als schlecht. Meiner Meinung nach haben alle drei Reihen, MTMTE, RG1 und RID im Moment alle dasselbe Problem: Sie bauen alle auf ein großes Ereignis auf, weswegen einige weniger interessante Hefte kommen, wo eben nicht viel außer Vorbereitung passiert. Mich persönlich stört das jetzt nicht so sehr, vorallendingen da RG1 ja hier und da die obligatorischen Actionszenen hat und MTMTE auch was schneller ist und wahrscheinlich beide mit dem nächsten Heft schon wieder voll zu legen. Bei RID jedoch erwarte ich nichts mehr besonderes, bis Dark Cybertron 1 erscheint. Es ist ja schon angekündigt, dass die nächsten beiden Hefte sich mit Soundwave und Schockwave beschäftigen werden.
Auch wenn das jetzt vielleicht anders klingen mag, habe ich das Heft trotzdem nicht umsonst gekauft und das Lesen hat sich schon gelohnt.
RID ist eben eigentlich schon von Heft 1 an eine langsamere Reihe gewesen, aber das muss ja nicht schlecht sein. Ich persönlich finde, das RID mit Heft 13 bis 16 einen sehr schönen ersten Höhepunkt hatte und bin gespannt, wie es mit dem RID Cast in Dark Cybertron weitergeht und wie die Serie nach dem Event weitergeht.
Also auch hier kann ich das Lesen nur empfehlen!



Predaking77 - 14/8/2013 um 15:49

Schön geschriebenes Review, wobei du kein Detail ausgelassen hast.
Mir tut Scoop richtig leid, der ist aber auch naiv. Als hätte er als junger Autobot in
der Schule nicht richtig aufgepasst. Starscream ist doch bekannt als gewieft und
hinterhältig.

Weiter so
Gruss Predaking

Soundorion Prime - 14/8/2013 um 16:01

Und ich verstehe nicht wieso Rattrap so ist

Celice - 14/8/2013 um 17:10

@Predaking: Scoop ist streng/schwer gläubig und hat sich z.B. in der Vergangenheit Optimus Prime/den Autobots nicht aus Glauben an ihre Ziele und Motive angeschlossen, sondern nur weil Optimus Prime von der Matrix, einem Artefakt das von Primus persönlich stammt, erwählt wurde.
Starscream wurde vom Titanen, der auch wieder direkt mit Primus verbunden ist, erwählt. Stell dir mal vor, du bist streng christlich gläubig und jemand der von Jesus persönlich als neuer Anführer ausgewählt wurde, ist in deinem Umfeld.

@Soundorion Prime: Rattrap wurde hier ja mehr oder weniger neu erfunden. In Animated kam er ja auch vor, als eher zwielichtige Gestalt und ich denke, das Barber im großen und ganzen einfach einen Charakter schreiben wollte, der besser zu den Eigenschaften passt, die man mit Ratten in Verbindung bringt.

Soundorion Prime - 14/8/2013 um 17:43

Jetzt verstehe ich wieso Rattrap so ist.

Predaking77 - 14/8/2013 um 19:12

Das macht Sinn

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