Thema: G1 Transformer: Warum waren sie Brick-Bots?

Forum: Generation One

Autor Philister


Philister - 23/4/2011 um 14:34


Philister - 23/4/2011 um 14:34

Ja, das leidige Thema. Viele Transformers Fans, speziell jüngere, verschreien die alten Transformer aus G1 Zeiten gerne als Brick-Bots. Unbewegliche, kastenförmige Roboter mit kaum Beweglichkeit. Womit sie natürlich Recht haben. Im Vergleich mit den heutigen Figuren sind die alten G1 Figuren ungelenkig und teils unförmig. Aber wie kam es dazu?

Nun, das ganze geht zurück auf die Spielzeug Sicherheitsgesetze in den USA in den 80er Jahren. Speziell auf eine Verordnung, die besagt, dass eine Figur eine Zugkraft von 20 (amerikanischen) Pfund aushalten muss, ohne dass irgendwelche scharfkantigen oder verschluckbaren Teile abbrechen. Das war ein echtes Problem, da die damaligen Figuren, meist noch Diaclone bzw. Microman Importe aus Japan, sowas wie seitliche Beweglichkeit von Armen und Beinen kaum kannten. Wenn also ein Kind auf die Idee kam, seiner Figur mal eben die Beine spreizen zu wollen, war das Unglück schnell geschehen. Was also tun?

Die Antwort: Brick-Bots. Als Hasbro 1986 damit anfing eigene Transformers zu designen und zu produzieren ging man auf Nummer sicher. Bei den meisten Figuren wurden die Beine, so sie denn überhaupt beweglich waren, miteinander verschweisst, damit ein Kind sie nicht auseinander ziehen konnte. Die Arme lagen meist eng am Körper, so dass kein Knubbelfinger dazwischen passte, um sie abzufummeln. Detail-gebende Kleinteile, bei den 84er und 85er Figuren noch Gang und Gebe, wurden weggelassen. Das machte die Figuren deutlich robuster, ging aber natürlich voll auf Kosten der Beweglichkeit und des Detailreichtums. Die Brick-Bots waren geboren.

Und so blieb es dann bis Anfang der 90er Jahre, als Takara-Designer Takio Ejima auf die Idee kam, dass man Spielzeugfiguren durch den Einsatz von Kugelgelenken nicht nur sicher, sondern auch wieder deutlich beweglicher machen könnte. Erstmals kamen sie zum Einsatz bei den G2 Cyberjets und sind seitdem fester Bestandteil fast jeder Transformers Figur.

Somit also das Fazit dieses kleinen Exkurses: Die G1 Brickbots waren das Resultat überängstlicher Eltern. Der selben Feindesgruppe fielen übrigens die Sparkabots und Firecons mit ihrem Funkensprüh-Gimmick zum Opfer, nachdem ein 8jähriges Mädchen es tatsächlich schaffte, mit ihrer funkensprühenden Roller Blade Barbie die Unterhose ihres 4jährigen Bruders in Brand zu stecken (dass sie den Kleinen vorher mit Haarspray eingesprüht hat, mag auch was damit zu tun gehabt haben). Ist aber eine andere Geschichte.

Desperoth - 23/4/2011 um 14:39

:thumbup:
Einfach klasse erklärt!

Customizer_1 - 23/4/2011 um 15:30

lol sehr sehr geil ^^

soviel jünge rbin ich ja nicht,aber naja, die brickbot-figuren aus meine rkindheit füren heute bei mir zu nostalgie und dauererbrechen. nciht weil sie brickbos sind, sondern weil sie eines nciht wiederspiegeln: dne charakter aus dem fernsehen! das die entwicklung in sachen beweglichkeit immer wieter geht und letzlich ja in movie landmine, hftd BBBB sowie rotf leade rprime mündeten weiß jeder midnerbegabte, dagegen sage ich ach nicht, abe rich möcht eden wiederkennunswert in BIEDEN modie haben, sonst isses aus... ^^

Laserwave13 - 23/4/2011 um 17:34

Sehr gute Erklärung, grad für die jüngeren Fans bzw. die die erst durch die Movies zu dem Thema gekommen sind :-)

Was man noch als Erklärungshilfe nehmen kann, als Hasbro die Diaclone/Microman anno 84 übernommen hat waren die auch schon alles andere als neu. Einige Mold hatten zu dem Zeitpunkt auch schon so einige Jahre auf dem Buckel.
Wer mal einen G1 Megatron in Händen hält, der wird dort einen Stempel von 1974 finden, ob der Mold natürlich gar so alt sei dahin gestellt, allerdings waren die Figuren bei der Einführung von Transformers in den USA beleibe nicht mehr das neueste was gibt.

Von daher, wenn man das ganze so berücksichtigt und auch die Qualität (Metallteile, Gummireifen ect.) der Figuren anschaut, grad wie viele es auch bis heute überlebt haben, dann waren die alles andere als schlecht und zumindest für die Nostalgie und Wurzeln der Herkunft immernoch schön anzusehen.

Aber wie Limy schon bemerkt hat, die Entwicklung geht eben weiter und das is auch gut so! Sonst gäbs ja keinen ROTF Leader Prime :love:

Fujiwara - 23/4/2011 um 17:48

Gut erklärt, sehr interessant. Danke schön :)


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